So wirkt Licht auf unsere Haut und Haare

Unsere Haut ist nicht nur unser größtes Organ, sondern durch ihre exponierte Lage auch eine der ersten Empfänger von Lichtimpulsen. Aus diesem Grund ist sie natürlich auch im besonderen Maße durch Licht beeinflussbar – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Dieser Artikel soll dir darüber Aufschluss geben, wie unsere Haut und somit auch unsere Haare auf Licht reagieren und wie du dieses Wissen gezielt nutzen kannst, um ihnen mit der Rotlichttherapie etwas Gutes zu tun oder sogar Haut- und Haarproblemen entgegenzuwirken.

Licht besteht aus einer Zusammensetzung unterschiedlicher Lichtwellenlängen, z.B. Rotlicht, Nahinfrarotlicht (NIR), Blaulicht, UV-Licht usw. (siehe auch den Artikel “Diese Rolle spielt Licht bei unserer Gesundheit”). Wenn die verschiedenen Lichtwellen auf unsere Haut treffen, sind einige Wellenlängen in der Lage, tiefer vorzudringen als andere. Während z.B. gelbes, grünes und auch blaues Licht nur in die oberen Hautschichten gelangt, kann langwelliges Rot- und Nahinfrarotlicht auch tiefer liegende Schichten erreichen.

Hautschichten Infografik Rotlichttherapie Lichtblock
Wellen­längen (nm) Farb­spektrum
150 - 380 UV
390 - 470 Violett - Dunkelblau
475 - 545 Blau - Grün
545 - 600 Gelb - Orange
600 - 650 Rot
780 - 940 Dunkelrot - NIR
940 - 1100 NIR

Unabhängig von der Tiefe der Einwirkung haben verschiedene Lichtwellenlängen auch unterschiedliche Auswirkungen auf unseren Organismus und beeinflussen jeweils andere Prozesse im Körper:

UV-Strahlen oder genauer gesagt die darin enthaltenen UVB-Strahlen begünstigen in unserer Haut beispielsweise die Vitamin-D-Produktion, können bei übermäßigem Konsum jedoch auch einen Sonnenbrand hervorrufen und die Haut vorschnell altern lassen. Wer schon einmal einen Sonnenbrand hatte und das ist in der Regel die große Mehrheit, ist also schon selbst Zeuge davon geworden, wie groß der Einfluss von Licht auf unseren Organismus sein kann.

So wirkt Rot- und Nahinfrarotlicht auf unsere Haut

Nicht alle Auswirkungen von Licht sind so offensichtlich wie die eines Sonnenbrandes. Trotzdem sind die Reaktionen anderer Lichtwellenlängen auf unseren Körper meist nicht weniger bedeutend; Sie sind häufig bloß weniger bekannt und werden dadurch mit vielen Symptomen nicht direkt in Verbindung gebracht.

Um zu verstehen, welchen Einfluss Rot- und Nahinfrarotlicht auf unsere Haut hat, braucht es einen kurzen Exkurs in die Zellbiologie; Aber keine Sorge, wir versuchen es so kurz und anschaulich wie möglich zu halten:

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Letztlich ist unser Körper eine Ansammlung unzähliger Zellen, die je nach Zelltyp (z.B. Knochenzelle, Nervenzelle, Hautzelle etc.) unterschiedliche Funktionen erfüllen. Die Kraftwerke der Zellen, die die benötigte Energie für sämtliche Körperfunktionen – von der Atmung über das Denken bis hin zum Heben einer Hantel – produzieren und bereitstellen heißen Mitochondrien. Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass Rot- und Nahinfrarotlicht u.a. die Energieproduktion dieser Mitochondrien anregt.

Dies ist vor allem deswegen interessant, weil eine große Anzahl neuerer Studien darauf hinweist, dass unsere Mitochondrien eine wichtige Rolle für unsere allgemeine Gesundheit und die Prävention von Krankheiten spielen.

Für unsere Haut bedeutet eine gesteigerte Energieproduktion in den Mitochondrien unserer Hautzellen eine beschleunigte Zellteilung. Und je schneller sich Zellen teilen und somit erneuern können, desto schneller können alte und beschädigte Zellen ausgetauscht werden. Sprich, die Reparatur von beschädigtem Zellgewebe wird beschleunigt und die Hautalterung dadurch verlangsamt.

Da die Ursache vieler Hautprobleme letztlich in der Beschädigung der jeweiligen Zellen zu finden ist, sind die Anwendungsbereiche, in denen Rotlicht und NIR einen positiven Effekt zeigen, ebenfalls sehr vielzählig: Sie reichen von der Behandlung von Akne, Cellulite, Pigmentstörungen, Verbrennungen, Schuppenflechte, Herpes, Narben- und Wundheilung bis hin zur Behandlung von UV-bedingter Hautalterung.

Das Außergewöhnliche bei all diesen Wirkungsweisen: Rotlicht und NIR scheint nicht nur präventiv zu wirken, sondern kann Beschädigungen und Alterungsanzeichen der Haut nachweislich auch entgegenwirken und somit rückgängig machen. Das klingt alles zu gut, um wahr zu sein? Stimmt! Und doch lässt sich all das durch die Symbiose unseres Körpers mit der Natur ganz natürlich erklären.

Was bedeutet dies nun für unsere Haare?

Auch unsere Haare, deren Wurzeln bis in tiefe Hautschichten reichen, bestehen aus Zellen. Diese werden am unteren Ende der Haarwurzel produziert, haften sich an das bestehende Haar und schieben es immer weiter aus der Haut heraus.

Lichtblock Rotlichttherapie Wellness für die Haare

Die Lebensdauer eines Haares, auch Haarzyklus genannt, wird in 3 Phasen eingeteilt: In der ersten Anagenphase findet der eigentliche Haarwachstum statt. In dieser Phase werden neue Zellen gebildet, die das Haar länger und dicker werden lassen. Diese Phase kann mehrere Jahre andauern. Danach beginnt eine Übergangsphase, die Katagenphase, in der die Nährstoffversorgung unterbrochen wird, die Haar­wurzel sich verkürzt und das Haar verkümmert. In der Telogenphase fällt das alte Haar aus und die Haar­wurzel bereitet sich auf eine neue Anagenphase vor.

Bei Menschen mit Haarausfall kann die Ursache unterschiedliche Stadien des Haarwachstums betreffen. Beispielsweise kann die erste Anagenphase/Wachstumsphase des Haares verkürzt sein bzw. die zweite Katagenphase verfrüht einsetzen. Auch kann der Übergang zurück von der Telogen- in die Anagenphase gestört sein, wodurch sich die verkürzte Haarwurzel nicht erneut aufbaut, um ein neues Haar wachsen zu lassen.

Studien haben nun gezeigt, dass Rotlicht/Nahinfrarotlicht die erste Anagenphase/Wachstumsphase des Haares hinauszögern und zudem die Wachstumsrate in dieser ersten Phase anheben kann. Es konnte außerdem nachgewiesen werden, dass durch Rotlicht/NIR der Übergang von der dritten Phase zurück in die erste Phase unterstützt wird.

Man vermutet den Grund für diese positiven Effekte in verschiedenen Mechanismen, die von Rotlicht/Nahinfrarotlicht begünstigt werden: Einerseits könnte die entzündungshemmende Wirkung von Rotlicht/NIR einen Beitrag zu diesen Effekten leisten, andererseits könnte auch die verbesserte Energieproduktion in den Zellen speziell in dieser Körperpartie eine Rolle spielen. Darüber hinaus könnte die Nährstoffversorgung der Haarwurzel von der durch Rotlicht/NIR gesteigerten Blutzirkulation profitieren oder der Einfluss von Rotlicht/NIR auf den Stickstoffhaushalt im Körper diese Auswirkungen erklären oder aber auch ein Zusammenspiel aus all diesen Faktoren.

Lichtblock für deine Haut & Haare

Das Licht des Lichtblocks besteht aus drei unterschiedlichen Lichtwellenlängen aus dem Rotlicht- und Nahinfrarotbereich, wie sie auch im Sonnenlicht vorkommen. Er wurde speziell so konzipiert, dass er einem Defizit an natürlichem Rotlicht und NIR entgegenwirken kann.

Wer es also nicht regelmäßig zu den rotlichtdominanten Tageszeiten (also vor allem morgens und abends) in die Sonne schafft, der kann seinem Körper mit Lichtblock eine Extraportion Rotlicht gönnen und all die positiven Eigenschaften fördern, die der Rotlichttherapie durch mittlerweile zahlreiche Studien zugeschrieben werden. Damit auch die immer Beschäftigten unter uns die wohlwollenden Strahlen abbekommen, die die Natur für uns vorgesehen hat.

Lichtblock Rotlichttherapie für Haut und Haare

Quellenangaben:

  • AVCI, P.; GUPTA, G.K.; CLARK, J.; WIKONKAL, N.; HAMBLIN, M.R. (2013): Low-level laser (light) therapy (LLLT) for treatment of hair loss. Lasers Surg Med. 2014 Feb;46(2):144-51. doi: 10.1002/lsm.22170. Epub 2013 Aug 23. PMID: 23970445; PMCID: PMC3944668.
  • WHITTEN, Ari (2018): The Ultimate Guide to Red Light Therapy. Archangel Ink.
  • WUNSCH, Alexander (2019): Die Kraft des Lichts. Warum wir Licht brauchen und schlechtes Licht uns krank macht. 1. Auflage. riva: München.
  • WUNSCH, Alexander; MATUSCHKA, Karsten (2014): A Controlled Trial to Determine the Efficacy of Red and Near-Infrared Light Treatment in Patient Satisfaction, Reduction of Fine Lines, Wrinkles, Skin Roughness, and Intradermal Collagen Density Increase. In: Photomedicine and Laser Surgery. Volume 32, Number 2, Heidelberg: Mary Ann Liebert. 93-100.